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Denkmal Hallesche Htte kl150 Jahre DAV, unsere Beiträge zum Tourenbuch des DAV und alpenvereinaktiv.com

Eisseespitze, 3230 m, und Denkmal am Eisseepass, 3139 m

Gesamtgehzeit: 11 Std.

Höhenmeter rauf und runter: 1300 Hm/1300 Hm

Hochtour zu Denkmälern der Alpingeschichte und zur Ortlerfront

Der Gipfel der Eisseespitze im Ortlergebiet ist weder spitz, noch von Eis oder einem See gekrönt, aber er ist ein leicht erreichbarer Dreitausender mit einer fabelhaften Rundsicht. Von Sulden führt die Route auf die Schaubachhütte, 2581 Meter, und teilt sich dort. Über den lohnenden „Stecknerweg“ erreicht man die Eisseespitze und nach kurzem Abstieg den Eisseepass. Der direkte Weg von der Schaubachhütte zum Pass über den Suldenferner schließt die Runde. Am Eisseepass findet sich noch die Ruine der im ersten Weltkrieg abgebrannten Halleschen Hütte und das Denkmal in Form eines Steinobelisken mit Bronzeplatte. Auch wenn die Hütte durch die Abtretung Südtirols an Italien nicht mehr der Sektion gehört hätte, besuchen die Hallenser auf dieser Rundtour immer wieder ihre „historische Bergheimat“.

Talort: Sulden/Solda, Südtirol, Italien
Ausgangspunkt: Parkplatz am Ortsausgang von Innersulden, an der Talstation der Seilbahn zur Schaubachhütte/Rif. Milano
Gehzeit: 11 Std.
Entfernung: 13,2 km
Anforderungen: Zur Schaubachhütte Wanderweg, Seilbahn möglich. Zur Eisseespitze über „Stecknerweg“ felsiger Steig, leichte Kletterei (I-II). Zum Eisseepass über den Suldenferner Gletscherausrüstung und Hochtourenerfahrung erforderlich.
Einkehr: Schaubachhütte, 45 Betten, Zimmer u. Bettenlager, Restaurant, geöffnet Weihnachten bis Ende April und Mitte Juni bis Ende September, Tel.: +39 0473 61 30 24, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Anfahrt mit Bus & Bahn: Bahn bis Mals im Vinschgau, Linienbus 271 nach Sulden
Karte: TABACCO 48: Val die Peio - Val di Rabbi – Val di Sole; KOMPASS, Ortles/Ortler, Cevedale
Alpenvereinaktiv.com: Stichwort: „Eisseespitze, Suldenferner, Stecknerweg“

Die Tour beginnt in Sulden in Südtirol. Von der Talstation der Seilbahn Schild Stecknerweg klgeht sie am Suldenbach entlang zur Schaubachhütte, Rifugio Citta di Milano, 2581 Meter. Wer die Landschaft „einatmen“ will, wandert in etwa 2 ½ Stunden hinauf, man kann dieses erste Wegstück aber auch emporschweben. Hier trifft man vielleicht auf die Bundeskanzlerin Merkel in ihrem bevorzugten Wandergebiet oder begegnet Reinhold Messner, der gerade seine Yaks von der Alm holt. Es bietet sich an, die Tour in zwei Tagen durchzuführen und nach dem 2 ½ stündigen Zustieg auf der Hütte zu übernachten. Von dort aus verläuft der Stecknerweg nach links über die Moräne und bizarre Felsblöcke zum Gipfel. Dabei sind ein paar leichte Kletterstellen im I. und II. Grad zu überwinden. Die alten Markierungen des Stecknerwegs sind oft nur in Resten zu erkennen, aber gelegentliche Steinmandln leiten in 2 ½ Stunden Eisseepass Blick klsicher zur Eisseespitze, 3230 Meter. Hier ist Innehalten angesagt, um die Aussicht zu genießen: Ortler, Zebru, Königsspitze, M. Cevedale und der Alpenhauptkamm in der Ferne bieten ein grandioses Panorama. Nun führt der Weg etwa eine halbe Stunde in südlicher Richtung leicht abwärts zum Denkmal am Eisseepass. Im Jahr 2011 gemeinsam mit der Sektion Martell des AVS errichtetet, erinnert es auf 3139 Metern Höhe an Blick von der Eisseespitze kldie Pionierleistung, die damalig höchstgelegene bewirtschaftete Berghütte der Ostalpen erbaut zu haben. Am Pass treffen die Bergsteiger auf die früher klassische Aufstiegsroute über den Suldenferner. In Kombination mit dem Stecknerweg kann sie als Rundtour gegangen werden und auf beiden Routen kann auf- und abgestiegen werden. In der Regel treffen die Bergsteiger auf dem Gletscher auf eine deutliche Spur. Die Passage über den Suldenferner dauert etwa 2 ½ Stunden. Leider hat der enorme Gletscherrückgang den Erlebniswert dieses Wegstücks durch Spalten, Schmutz, Steinschlag und die unangenehme Randkluft kurz vor dem Pass deutlich gemindert. Von der Schaubachhütte steigt man auf dem Aufstiegsweg nach Sulden hinab.

Vom Pass aus bietet sich der Übergang zur Casati-Hütte und weiter die Gletschertour über den M. Cevedale zum M. Vioz an, oder der Abstieg ins Valle di Cedec über das Rif. Pizzini-Frattola oder ins Martell-Tal zur Zufall- oder Marteller Hütte.

DAV Sektion Halle (Saale)
Gegründet: 1886
Mitglieder: 1200
www.alpenverein-halle.de