AV Halle Schild Stecknerweg kl.jpgA2Bergrettung Sulden logoA3Hist Logo DAV HalleRede zur Einsegung des rekonstruierten Halleschen Stecknerweges am 02.09.2018

Im fernen Jahr 1886 wurde durch den D.u.Ö. Alpenverein die Gründung der Sektion Halle an der Saale mit anfänglich 22 Mitglieder vollzogen. Durch Sektionsversammlungen wurde kameradschaftliche Pflege der gesellschaftlichen Interessen Platz eingeräumt. Bald machten sich auch hochalpine Bestrebungen und deren Leistungen von Sektionsmitgliedern bes. durch Vorträge bemerkbar, wodurch eine rapide Zunahme an Mitgliedern zu verzeichnen war. So entwickelte sich bis zum Vorkriegsjahre 1913 bereits ein Vereinsmitgliederstand von 534 Personen.

20170730 113944 skllogo hist sklUnser Ehrenmitglied Manfred Haringer kommentiert den Beschluss der Mitgliederversammlung vom 15. März, grünes Licht für u.a. die finanzielle Förderung der Instandsetzung des »Stecknerweges in den Ortleralpen zu geben:

"Ich jauchze vor Freude! 🎉 Einfach wunderbar!

Trotz der großen Distanz von der Stadt Halle zu uns in die Alpen erfährt man an diesem Beispiel der Zusammenarbeit, auf was es ankommt..... wenn die "Köpfe stimmen" so ist einiges, vieles oder auch fast alles machbar!

Tafel Stecknerweg kllogo hist sklBergrettung Sulden logo sklstilfserJoch Nationalpark Logo skl...als ein hochalpiner Steig in den Ortleralpen steht für dieses Jahr auf der Agenda nicht nur unserer Sektion.. Aber der Reihe nach. Der Steig verbindet über 450 hm eisfrei die Schaubachhütte mit dem Standort der alten Halleschen Hütte am Eisseepass.

Er war seinerzeit mit der Eröffnung (1897) unserer halleschen Hütte auf Initiative von Albert Steckner, dem Initiator des Hüttenbaus, angelegt worden. Deshalb hat man den Steig nach ihm, dem Vorsitzenden der Sektion Halle (Saale) des DuOeAV und des Hüttenausschusses des Gesamtvereins benannt.

Große Freude löste in mir deine (Ernst Fukala) »Geschichtsabfassung der Hall´schen Hütte aus. Schon zu jener Zeit hatten die Bergsteiger und Touristen in Ihren Erzählungen die Hütte und Ihre Bewirtschaftung wohlwollend ins Herz geschlossen. War sie doch die Höchste und in Ihrer Lage einzigartige Hütte die so ein prachtvolles Gletscher und Gipfelpanorama bot.

Halles Universität ist über 300 Jahre alt und die Sektion Halle (Saale) des Deutschen Alpenvereins begeht gerade erst ihren 125. Geburtstag. Aus erklärlichen Gründen gibt es zwischen der alten Alma Mater und dem jungen Verein keine offizielle Verbindung, beider Archive schweigen trotz wohl gefüllter Regale zu dem Thema. Bei einem detaillierten Blick in die Geschichte zeigt sich jedoch eine Vielzahl von Beziehungen, eine Verflechtung von Interessen und Menschen, vor allem im persönlichen Bereich und außerhalb von aktenkundigen dienstlichen Obliegenheiten.

Über Werbung mit der Post vor über 100 Jahren

3 Hallesche Htte KlDie Hallesche Hütte am Eisseepass (3133 m) im Ortlergebiet, der erste Hüttenbau unserer Sektion, ist am 21.8.1897 eingeweiht worden (Abb. 1). Wir würden in ihr im kommenden Sommer den 120. Geburtstag feiern, wenn sie nicht vor fast 100 Jahren, am letzten Tag des 1. Weltkrieges 1918, abgebrannt wäre. Auf ihrem Platz steht heute das Denkmal, das nach dem Entwurf unseres Ehrenmitgliedes

Julius von Payer ÖNB 8080757 kleinIn diesem Jahr ehrten wir anlässlich seines 100. Todestages das Ehrenmitglied unserer Sektion, den verdienten Alpen- und Polarforscher Julius von Payer (1842 - 1915).

Wer war Julius Payer?

Julius Payer gehört wohl zu den größten Entdeckern und Alpinisten Österreichs. Er war ein bahnbrechender Alpen- und Polarforscher, Offizier und Kartograph sowie Historienmaler. Ihm zu Ehren wurde eine Dauerausstellung konzipiert und eingerichtet, die gerade seinen Abenteuergeist und seine Arbeit als bedeutender Kartograph der Ortleralpen widerspiegeln soll.

Ein kurzer Abriß zur Geschichte der Sektion

Am 14. Mai 1886 erfolgte die Gründung unserer Sektion durch die Universitätsprofessoren Wangerin und Lastig mit 22 Bergfreunden im Rahmen einer Versammlung im Hotel "Stadt Hamburg".

hallesche huette kleinFrüher war unsere Sektion Eigner verschiedener Hütten in den Alpen. Zur Auswahl standen ursprünglich vorrangig 6 bis 7 Positionen in Südtirol - die Mehrzahl davon in den Dolomiten. Doch örtlicher Wassermangel, Lawinengefahr oder die Nachricht, dass die Konkurrenz schon am Bauen war, machte die meisten Pläne zunichte. Übrig blieb, unterstützt durch

Das historische Gewissen unserer Sektion - Dr. Ernst Fukala - hat im Archiv recherchiert und Nachweise für weitere Ehrenmitgliedschaften in unserer Sektion gefunden, die z.T. weit vor 2001 verliehen wurden. 

Gesamtliste unserer Ehrenmitglieder

220px Prof. Manfred Reichstein kleinEhrenmitglied 2003

Manfred Reichstein wurde in Dresden im Angesicht des Schlosses, das derzeit wieder aufgebaut wird, geboren. Seine Mutter entstammte einer Bauernfamilie, in der es auch Musiker gegeben hat, sein Vater ist Reichsbahnbeamter gewesen. Der Beruf des Vaters bedingte, dass die Familie oft umgezogen ist und das Kind schon Leipzig, Merseburg und Großkorbetha kennen lernte, bis man 1939 in Halle sesshaft wurde. 

Helga Reichstein kleinEhrenmitglied 2005

Helga Reichstein, geb. Adels, wurde am 20.12.1928 als Tochter eines Bergingenieurs in Borken bei Kassel geboren. Sie wuchs inmitten von vier Geschwistern auf, worin eine Quelle ihrer warmen Mitmenschlichkeit zu vermuten ist, jener besonderen Eigenschaft, die wir alle an ihr schätzen und die man heute in entstellender Weise „soziale Kompetenz“ nennt.

 

Nach der Wiedergründung unserer Sektion 1990 interessierte ich mich für „alte Sachen“ unserer Sektion und wurde an Prof. Dr. Manfred Reichstein verwiesen. Denn er „hütete den Schatz“, der auf eine fast wunderbar zu nennende Weise auf uns übergegangen war. Durch Reichsteins wissenschaftlichen Drang und persönliche Verbindungen zur Universitäts- und Landesbibliothek waren Dokumente aufgefunden worden, die aus der Gründungszeit der Sektion Halle a. d. Saale des DAV stammten und den Krieg sowie die Verbotszeit des DAV in der DDR unversehrt überdauert hatten.

Auf der folgenden Seite finden Sie einen Überblick über die 125-Jahrfeier zum Gründungstag der Sektion Halle.

Der Autor dieses Schreibens zeichnet für die Tätigkeit der AG Geschichte der Sektion verantwortlich. Er schrieb am 10.1.2014 an die Bundeskanzlerin: