ulrich ruessEhrenmitglied 2017

Das Unikum
Der Vorstand unserer Sektion hat einen besonderen Anlass gesehen, Ulrich Rueß zur Wahl als Ehrenmitglied in der Mitgliederversammlung 2017 vorzuschlagen. Der Beweggrund war dessen sechzigjährige Mitgliedschaft im DAV- eine schiere Unmöglichkeit für einen Mann mit ostdeutscher Biografie.

Denn der Alpenverein ist 1945 von den Allierten in Deutschland verboten worden und in Halle (Saale) war es erst im Jahre 1990 nach der Einheit möglich, die Sektion  wiederzugründen. Die Mitgliedschaft konnte folglich höchstens 27 Jahre bestehen, wenn es nicht eine höchst seltene Ausnahme gegeben hätte. Diese lag bei Ulrich Rueß vor, weil er aufgrund einer besonderen Familiengeschichte im Jahre 1957 in den Alpenverein aufgenommen worden ist.   

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Ehrenmitglied 2001

Manfred Haringer wurde am 23.11.1959 in Schlanders im Vinschgau, Südtirol, geboren. Er wuchs auf dem Bauernhof seiner Eltern zusammen mit seinem vier Jahre älteren Bruder in der Gemeinde Latsch auf. Nach der Grund- und Mittelschule absolvierte er die 2-jährige Landwirtschaftsschule in Auer bei Bozen und schloss sie mit Diplom ab. 1979/80 wurde er zum Militärdienst einberufen und meldete sich sogleich zu den Fallschirmspringern, da er durch seinen Bruder, der bereits zu dieser Zeit mit einem der ersten Flugdrachen des Vinschgaus durch die Lüfte segelte, den „Flugvirus“ in sich trug. Diesen Traum konnte Manfred Haringer allerdings erst nach seiner Militärzeit verwirklichen, hat ihn dann aber lange Zeit ausgiebig und ohne größeren Crash genossen.

Helga Reichstein kleinEhrenmitglied 2005

Helga Reichstein, geb. Adels, wurde am 20.12.1928 als Tochter eines Bergingenieurs in Borken bei Kassel geboren. Sie wuchs inmitten von vier Geschwistern auf, worin eine Quelle ihrer warmen Mitmenschlichkeit zu vermuten ist, jener besonderen Eigenschaft, die wir alle an ihr schätzen und die man heute in entstellender Weise „soziale Kompetenz“ nennt.

 

220px Prof. Manfred Reichstein kleinEhrenmitglied 2003

Manfred Reichstein wurde in Dresden im Angesicht des Schlosses, das derzeit wieder aufgebaut wird, geboren. Seine Mutter entstammte einer Bauernfamilie, in der es auch Musiker gegeben hat, sein Vater ist Reichsbahnbeamter gewesen. Der Beruf des Vaters bedingte, dass die Familie oft umgezogen ist und das Kind schon Leipzig, Merseburg und Großkorbetha kennen lernte, bis man 1939 in Halle sesshaft wurde.